Sonden in die Wissenschaft

Technologie und Wissenschaft sind in der Informationsgesellschaft zu einem zentralen Thema des gesellschaftlichen Diskurses geworden. Um den gestiegenen öffentlichen Interesse an diesen Entwicklungen Rechnung zu tragen, spüren die Sonden-Gespräche den neusten Erkenntnissen der Wissenschaften nach. Da wissenschaftliche Entwicklungen nicht nur die Lebenswelt, sondern auch den Blick auf die Welt nachhaltig verändern, wird es in den Vorträgen neben den technisch-wissenschaftlichen Aspekten auch um die gesellschaftlichen Implikationen gehen.

Die Veranstaltungsreihe will durch die Vorträge von visionären Wissenschaftlern über die Perspektiven von Forschung informieren. In den anschließenden Dialogrunden besteht für das Publikum die Möglichkeit, diese Entwicklungen gemeinsam mit den Wissenschaftlern zu diskutieren.




7. Mai 2010
Fachveranstaltung
Innovative Berufsverläufe in einem längeren Leben

In Kooperation mit
Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina
und Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung

In der Formulierung „alternde Gesellschaft“ schwingt die Befürchtung mit, dass die demographische Alterung einen Verlust an Produktivität und Innovationskraft zur Folge hat und dass längerfristige Rentenzahlungen und steigende Ausgaben im Gesundheitswesen die Solidargemeinschaft vor neue Herausforderungen stellen. Zugleich stellt sich die Frage, ob die Ausdehnung der Ruhestandsphase auf gegenwärtig durchschnittlich 20 Jahre individuell wie gesellschaftlich gewünscht und tragbar ist. Wenn die Gesellschaft darauf verzichtet, Menschen (so lange sie dies möchten) auch über die Erwerbsarbeit Anregungen zur weiteren Entwicklung, zum Lernen und zur produktiven Tätigkeit zu geben, wird sie dies mit Einbußen bei der Arbeitsproduktivität, beim allgemeinen Lebensstandard und dem Niveau an Wohlfahrtsleistungen bezahlen müssen. Um aber in einem längeren (Arbeits-) Leben durchweg und bis ans Lebensende eine hohe individuelle Lebensqualität zu erhalten, werden neue Konzepte benötigt. Strukturreformen und Anforderungen an die Flexibilität eines Arbeitnehmers brechen mit bislang typischen Berufsbiographien. So sollten neue Möglichkeiten eröffnet werden, rechtzeitig aus belastenden Tätigkeiten in Berufe mit weniger belastenden Anforderungen zu wechseln, aber auch durch Wechsel den sich verändernden Kompetenzen und Bedürfnissen im Lebensverlauf gerecht werden zu können. Die Ergebnisse aus Studien zur alternsgerechten Laufbahngestaltung motivieren, Unterstützung, Beratung und Qualifizierung für den „nächsten Beruf“ anzubieten. Doch dazu müssen auch die Rahmenbedingungen mit gestaltet werden, die diese Initiativen unterstützen.

Informationen: marcus.peter@stiftungbrandenburgertor.de


Dienstag, 27. April 2010, 19.30 Uhr
Torgespräch im Rahmen der Veranstaltungsreihe Sonden in die Wissenschaft zum Thema
Chancen und Risiken wissenschaftlicher Politikberatung

Vortrag von Prof. Dr. Peter Weingart

Die jüngste Diskussion um eine Fehlermeldung des Klimarats (IPCC) zeigt, wie fragil das Vertrauen in wissenschaftliche Politikberatung ist, wenn das Wissen politisch relevant und umstritten ist. Weniger bekannt sind die organisatorischen und prozeduralen Bedingungen, unter denen wissenschaftliche Politikberatung mit Aussicht auf Erfolg von Nutzen sein kann.

Peter Weingart ist Professor für (Wissenschafts-)Soziologie und Wissenschaftspolitik an der Universität Bielefeld, Emeritus seit 2009, bis 2009 Direktor des Instituts für Wissenschafts- und Technikforschung, Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der Akademie der Technikwissenschaften acatech. Wichtigste Veröffentlichung zum Thema: zusammen mit J. Lentsch: Wissen - Beraten - Entscheiden. Form und Funktion wissenschaftlicher Politikberatung in Deutschland, Berlin 2008.


13. April 2010, 19.30 Uhr
Berliner Demographiegespräche
in Kooperation mit der Robert Bosch Stiftung

„Arme Kinder – Familienpolitik im sozialen Brennpunkt“

Miteinander diskutieren werden:
Christine Haderthauer (CSU), Bayerische Staatsministerin für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen
Heinz Buschkowsky (SPD), Bezirksbürgermeister von Berlin-Neukölln
Moderation:
Christoph Keese, Konzerngeschäftsführer Public Affairs der Axel Springer AG

Der jüngst erschienene Unicef-Bericht zur Lage der Kinder in Deutschland 2010 zeigt: Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern geht es Kindern in Deutschland in materieller Hinsicht relativ schlecht. Und obwohl Deutschland rund 20 Prozent mehr für Kinder ausgibt als die meisten anderen Industriestaaten, ist die Chancengleichheit in kaum einem anderen entwickelten Land so gering wie hier. Wie kann Familienpolitik auf diese Herausforderung reagieren? Welche Instrumente sind wirklich geeignet, um Kinder im sozialen Brennpunkt zu unterstützen? Und wo verlaufen die Grenzen zwischen staatlicher Förderung und staatlichem Eingriff in das Recht auf eigenverantwortliche Erziehung?
Nicht zuletzt: Kann ein „starker Staat“ überhaupt für mehr Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit sorgen oder sind hier subsidiäre Unterstützungsformen für die Familien im sozialen Brennpunkt gefragt?

Anmeldung: christiane.kehl@stiftungbrandenburgertor.de


Donnerstag, 25. Februar, 18 Uhr
Sicherheit und das Internet der Zukunft

Vorlesung im Rahmen der Technik-Wissenschaftlichen Klasse

Eine Gemeinschaftsveranstaltung der Stiftung Brandenburger Tor und der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften

Der Schutz kritischer Infrastrukturen – z. B. Energieversorgung, Verkehr, Logistik und Gesundheitswesen – ist eine der größten Herausforderungen des neuen Jahrzehnts. Das Internet ist das Rückgrat dieser Infrastrukturen und muss vor immer raffinierteren Angriffen geschützt werden. Über neueste Entwicklungen in diesem Bereich berichten Lutz Heuser, Leiter der SAP Forschung, die in Darmstadt das Future Public Security Center der SAP betreibt, Johannes Buchmann, Kryptologe und Direktor des IT-Sicherheitszentrums CASED an der TU Darmstadt.  CASED erforscht neue Verfahren, die das Internet auch in Zukunft wirkungsvoll vor Angreifern schützen, zum Beispiel Verschlüsselungsverfahren, die auch noch sicher sind, wenn es Quantencomputer gibt, und digitale Wasserzeichen. Aber selbst der beste Internetschutz wird schwere Schäden an kritischen Infrastrukturen nicht verhindern können.  Die SAP erforscht unter anderem, wie in Großschadensfällen fortgeschrittene Internet-Technologien schnelle und effektive Maßnahmen ermöglichen, die zum Beispiel den Einsatz von Feuerwehr, Rettungskräften und Polizei der jeweils aktuellen Situation angepasst hocheffi zient koordinieren.

Mit

Lutz Heuser
Executive Vice President & Head of SAP Research

Johannes Buchmann
Direktor des Center for Applied Security Technology der TU Darmstadt

Um Anmeldung wird gebeten unter: presse-prakt3@bbaw.de









| Home
| Kontakt
| Presse
| Suche
| Impressum
Aktuelle Torgespr&aumlche
logo_stiftung_bbt
Die Veranstaltungen finden im Max Liebermann Haus statt.

Bitte melden Sie sich bei Interesse unter Angabe des Veranstaltungstitels und Datums an.
Tel.: 22 63 30 30/17
info@stiftungbrandenburgertor.de


Über die Torgesprächs-
reihe "Sonden in die Zukunft" (2002 - 2005) sind zwei Hör-CDs entstanden.

Sie können diese über "Publikationen" gegen eine Schutzgebühr i.H.v. Euro 2 bestellen.


Weitere Torgespräche finden Sie im Bereich Kultur.

zum Kopf der Seite