Donnerstag, 24. Januar, 19:30 Uhr
Schatzkammer Swanetien. Gerettete Kunst in den Bergen des Kaukasus
Vortrag von Brigitta Schrade, Byzantinistin und Fotografien von Prof. Rolf Schrade, Einführung von Dr. Arne Effenberger, Honorarprofessor für Christliche Archäologie und Byzantinische Kunstgeschichte an der Freien Universität Berlin
In Kooperation mit der Stiftung HORIZON
Im Hohen Kaukasus, an der Grenze zu Russland, liegt Swanetien, Georgiens Schatzkammer. Während im Tal die Truppen zogen und kämpften, wurden hier christliche Kulturschätze in Sicherheit gebracht. Kleine Bergkirchen besitzen Fresken aus dem 9. bis 14. Jahrhundert, die zum Weltkulturerbe gehören. Sie haben die Jahrhunderte überstanden, aber in den Zeiten des Umbruchs fehlten die Mittel für die notwendigen Restaurierungen. Hier sprang die in Naareden, Niederlande, angesiedelte europäische Stiftung HORIZON ein, die sich zum Ziel gesetzt hat, Kulturgüter zu sichern, deren Verlust droht, weil die notwendigen Mittel zu ihrem Erhalt fehlen. Mit der Hilfe von HORIZON wurden vierzehn swanische Kirchen mit ihren Wandmalereien und Ikonen von hervorragenden georgischen Fachleuten restauriert, den Restauratoren Arbeitsmöglichkeiten gesichert, den Swanen die Basis für Kulturtourismus erhalten und den Gläubigen der Platz für ihren Gottesdienst zurückgegeben.
Dokumentiert wurde diese Arbeit durch den Fotografen Prof. Rolf Schrade. Seine Fotografien werden anlässlich des Torgesprächs im Max Liebermann Haus zu sehen sein.
Mittwoch, 13. Februar, 20:00 Uhr
Die mechanische Venus. Der weibliche Autormat im Zeitalter technischer Reproduzierbarkeit
Vortrag im Rahmen der Rudolf Arnheim Professur
mit Dr. Giovanna Zapperi
Dr. Giovanna Zapperi hat in Siena Kunstgeschichte studiert und an der L’Ecole des Hautes Etudes en Sciences Sociales in Paris über „Künstlerischen Strategien und Maskulinität. Marcel Duchamp zwischen Avantgarde und Massenmedien, 1909 – 1924“ promoviert. Sie lehrte zuletzt an den Universitäten in Lille und Tours.
Im Wintersemester 2007/2008 ist sie Gastprofessorin an der Humboldt-Universität Berlin und gab Seminare zu den Themen: „Becoming-machine: technology, automatism, and the body in 20h century art“ und „Between avant-garde and mass-culture: New York Dada 1913-1923“.
Für die Avantgarde hat die Figur der mechanischen Frau als Verkörperung der Technik gewirkt, wie sich am Beispiel von Francis Picabia „Fille née sans mère“ (1915) zeigen läßt. Dieses Thema hat zu neuen Formen in den zeitgenössischen Auseinandersetzungen mit Körper, Technik und Geschlecht geführt.
Donnerstag, 21. Februar, 19:30 Uhr
RBB Inforadio:
Aus der Reihe "Forum – die Debatte im Inforadio"
"Arm aber sexy - und wie weiter?"
Berlin hat sich als Stadt der flotten Sprüche nicht nur bundesweit einen Namen gemacht. Darüber hinaus reden die besten Köpfe der Metropole an den verschiedensten Orten darüber wie es mit Berlin weitergehen sollte. "Berlin braucht eine bürgerschaftliche Verständigung darüber, wie die Stadt voran gebracht werden kann" meinen die Aktivisten des "Stadtgesprächs - Berlin". Der Karl Dietz Verlag Berlin veröffentlichte einen Sammelband "Die neue Hauptstadtdebatte" und zielt auf Verfassungsauftrag und Hauptstadtgesetz. Monika Grütters (MdB, CDU) wird nicht müde, das
Bewusstsein für den gesellschaftlichen Wert der Kultur zu schärfen und Jobst Fiedler(Hertie School of Governance) begleitet seit längerem mit Studien und in Diskussionen die Herkulesaufgabe Berlins: Sanierung. Wie heißen die Prioritäten wenn es um Berlins Zukunft geht`?
Darüber diskutieren die Podiumsgäste:
Prof. Jobst Fiedler
Public Management, Hertie School of Governance
Dr. Thomas Flierl
MdA, Die Linke. – ehemaliger Kultursenator
Prof. Monika Grütters
MdB, Mitglied in den Ausschuss für Kultur und Medien, CDU/CSU
Stefan Richter
Geschäftsführer Grüne Liga, Landesverband Berlin, Initiativkreis "Stadtgespräch"
Moderation: Alfred Eichhorn, Inforadio / rbb
Mittwoch, 27. Februar, 19:30 Uhr
Torgesprächsreihe
Wie frei sind Kunst und Literatur heute? (1)
Florian Havemann im Gespräch mit Peter von Becker über sein Buch "Havemann"
Der Autor nimmt im Gespräch mit Peter von Becker und einem weiteren prominenten Teilnehmer zum ersten Mal bei einer öffentlichen Diskussion Stellung zur Debatte um "Havemann".
Kaum eine Veröffentlichung der letzten Monate ist so viel diskutiert und heftig umstritten wie Florian Havemanns über 1000-seitige Mischung aus Familienbiographie und deutscher Jahrhundertgeschichte mit dem lakonischen Titel "Havemann".
Der Berliner Künstler und Schriftsteller erzählt darin sein eigenes Leben im Spiegel der Geschichte auch seines Großvaters und Vaters. Der eine ein Journalist und völkischer Philosoph, der vom Nationalsozialisten zum SED-Mitglied wurde; der andere, Florians Vater Robert Havemann, ein hochbegabter Physiker und schillernder Widerstandskämpfer, vor 1945 zum Tode verurteilt, als Überlebender dann ein führender Kopf der neu gegründeten DDR - später auch Mitarbeiter der StaSi und in den letzten zwei Jahrzehnte seines Lebens der prominenteste Dissident der DDR.
Florian Havemanns "Tatsachenroman", der Brisantes und Berührendes über die eigene Familie und über Künstler wie Wolf Biermann, Thomas Brasch, Nina Hagen oder Erich Fried enthält, wird von manchen als nachträgliche "Abrechnung" und gar "Vatermord" gelesen, von anderen als schonungslose, subjektive Erhellung der vielschichtigen persönlichen Verhängnisse in zwei deutschen Diktaturen.
Das Buch wurde inzwischen auf Einspruch der Betroffenen vom Frankfurter Suhrkamp Verlag zurückgezogen und wird nun ohne einige inkriminierte Passagen ins Internet gestellt. Im Frühjahr soll eine überarbeitete Ausgabe dieses von der "Frankfurter Allgemeinen" und dem "Tagesspiegel als "einzigartiges Dokument" bezeichneten Werks erscheinen.
Florian Havemann, geboren 1952, protestierte 1968 als knapp 16-Jähriger in Ostberlin gegen den Einmarsch des Warschauer Pakts in die CSSR. Nach Gefängnis und verschiedenen Arbeitseinsätzen floh er 1971 in den Westen.
Er lebt als freischaffender Künstler in Berlin und ist nebenberuflich Verfassungsrichter des Landes Brandenburg. Ende März wird im Schloss Neuhardenberg seine Ausstellung mit Bildern zu Rosa Luxemburg und Albert Speer eröffnet.
Prof. Dr. Peter von Becker ist Schriftsteller, leitender Redakteur und Kulturautor des "Tagesspiegel" und lehrt an der Berliner Universität der Künste. Er hat als Jurist über Persönlichkeitsrechte und Veröffentlichungsfreiheit promoviert.
Mittwoch, 5. März, 19:30 Uhr
Thomas Mann und Litauen. Geschichte eines Sommerhauses
mit Dr. Inge Jens, Dr. Ruth Leiserowitz und Antanas Gailius
Es liest: Matthias Scherwenikas
Eine Gemeinschaftsveranstaltung der Stiftung Brandenburger Tor und der Botschaft der Republik Litauen
1929, kurz vor der Zuerkennung des Nobelpreises, gab die Familie Mann den Auftrag für ein Sommerhaus in Nidden. Drei Sommer verbrachte der Schriftsteller mit seiner Familie dort. 1996 wurde auf Initiative litauischer Behörden in diesem Haus eine deutsch-litauische Begegnungsstätte, das Thomas-Mann-Kulturzentrum, und ein Museum eröffnet. Was bewog Thomas Mann, sich ein Ferienhaus hinter der deutschen Grenze errichten zu lassen und welchen Einfluss dieser Ferienaufenthalte schlagen sich in seinen Werken nieder? Hatte das Thomas-Mann-Haus auch eine Nachkriegsgeschichte? Welche Rolle spielt die Einrichtung im heutigen kulturellen Leben der Republik Litauen?
Dr. Inge Jens, Germanistin, Herausgeberin der Tagebücher Thomas Manns und Autorin mehrer Bücher zur Familie und Antanas Gailius, Übersetzer der Mannschen Werke ins Litauische und Vorsitzender des Kuratoriums des Thomas-Mann-Kulturzentrums stellen sich dem Gespräch. Es moderiert PD Dr. Ruth Leiserowitz.
Mittwoch, 19. März, 20 Uhr
Welttag der Poesie
Eine Gemeinschaftsveranstaltung der Literaturwerkstatt Berlin und der Stiftung Brandenburger Tor mit der Akademie Schloss Solitude und dem Berliner Künstlerprogramm des DAAD.
Unter Schirmherschaft der Deutschen UNESCO-Kommission e.V.
Es lesen:
Ritta Baddoura, Libanon, Georgi Gospodinov, Bulgarien, Qassim Haddad, Bahrain, Christian Hawkey, USA, Ursula Krechel, Berlin, Piotr Sommer, Polen
Moderation: Knut Elstermann, Journalist, Berlin
Gedichte sind Texte, die gehört werden wollen. Sie leben nicht allein auf dem Papier, in der Datei oder im Kopf des Lesers, sondern gleichermaßen in der Stimme des Autors, im Ohr des Hörers. Deshalb bekräftigt der Welttag der Poesie der UNESCO – im Jahr 2000 ins Leben gerufen – nicht allein den Stellenwert der Poesie und die Vielfalt des Kulturgutes Sprache, sondern ebenso die Bedeutung mündlicher Traditionen. Jährlich zum Welttag der Poesie versammelt die Literaturwerkstatt Berlin gemeinsam mit ihren Partnern Lyriker aus aller Welt.
25. September, 19 Uhr
Torgespräch im Rahmen des Internationalen Literaturfestivals
Reflections
Erosion der europäischen Zivilgesellschaft?
Geert Mak (Niederlande), Bora Ćosić (Kroatien/Deutschland)
Moderation: Wilfried F. Schoeller
Nach der Osterweiterung der EU wurde das Neue Europa gefeiert. Auch wenn es immer wieder Rückschläge gibt, stabilisieren sich die bürokratischen Strukturen. Der Balkankrieg hatte jedoch schon in den 90er Jahren deutlich gemacht, dass das Eis, auf dem auch hier getanzt wird, äußerst brüchig ist. Italien befindet sich seit Jahren in einem Trauma, das durch einen intellektuellen und moralischen Niedergang geprägt ist. Spanien beginnt erst jetzt, 30 Jahre nach Francos Tod, seine Geschichte aufzuarbeiten. Belgien hat sich von dem Skandal um Kinderschänder nicht erholt, und in den Niederlanden gibt es nach den Morden an Pim Fortuyn und Theo van Gogh Hinweise darauf, dass traditionelle Tugenden und moralische Werte an Bedeutung verlieren. Während die „Festung Europa“ ihre Grenzen zu schließen sucht, schotten sich auch ihre Bewohner gegeneinander ab, und es herrscht vielerorts eine riskante Mischung aus Feindseligkeit und Desinteresse. Wie ist es um die Zivilgesellschaft Europas bestellt? Gibt es Chancen, die sich auftuende Schere zwischen der Bürokratie Brüssels und den zivilgesellschaftlichen Erosionserscheinungen zu schließen?
30. September, 20 Uhr
Torgespräch im Rahmen des Internationalen Literaturfestivals
"Young International Writing": Laila Lalami (Marokko/USA), Rattawut Lapcharoensap (Thailand/USA), Henrietta Rose-Innes (Südafrika), Owen Sheers (GB).
Moderation: Marie Neumüllers (angefragt)
Rattawut Lapcharoensap, geb. 1979 in Chicago, wuchs in Bangkok auf. Sein Erzähldebüt »Sightseeing« (2005) erschien in elf Ländern und wurde mit einhelliger Begeisterung aufgenommen.
Laila Lalami, 1968 in Algerien geboren und dort aufgewachsen, lebt in den USA. Sie debütierte mit dem Erzählband »Hope and other Dangerous Pursuits« (2005) und veröffentlichte Artikel zu kulturellen und politischen Themen.
Henrietta Rose-Innes, geb. 1971 in Kapstadt, ist die diesjährige Trägerin des Caine Prize for African Writing. In ihren Romanen und Kurzgeschichten gibt sie dem Südafrika der Post-Apartheid-Jahre mit der Beschreibung von Innenwelten eine eigene Stimme.
Owen Sheers, geboren 1974 auf den Fidschiinseln, aufgewachsen in Abergavenny, South Wales und London, ist freier Schriftsteller, Journalist, Fernseh-Moderator und Schauspieler. Er veröffentlichte ein Oratorium für Kinder, Gedichte und zwei Romane, zuletzt "Resistance".
1. Oktober, 19:30 Uhr
Musikalische Romantik in Berlin und Paris
Prof. Dr. Norbert Miller im Gespräch mit Dr. Stephan Mösch
Prof. Dr. Norbert Miller, Professor für Deutsche Philologie und Literaturwissenschaft, Beirat der Stiftung Brandenburger Tor, im Gespräch über das 2007 erschienene Werk, das er gemeinsam mit Carl Dahlhaus (+ 1989) geschrieben hat.
Stephan Mösch, Dr. phil., wurde 1964 in Bayreuth geboren, studierte Musik- und Literaturwissenschaft an der TU Berlin und absolvierte gleichzeitig ein Gesangsstudium in Berlin und Stuttgart. Künstlerische Reifeprüfung 1991. Promotion mit einer Arbeit über Boris Blacher. Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes. Domgraf-Fassbaender-Preis, Preisträger beim Deutschen Musikwettbewerb. Seit 1990 Arbeiten für zahlreiche Rundfunkanstalten der ARD. Seit 1994 verantwortlicher Redakteur bei der Zeitschrift Opernwelt und Autor im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.
Das Gesamtwerk in zwei Bänden bietet einen Streifzug durch die Geschichte der Musik. Es wird erläutert, wie sich die traditionalle Opernform und der neue sinfonische Stil seit 1770 gegenseitig befruchten. Die Geschichte dieser Symbiose ist die Geschichte der klassisch-romantischen Musik als eine einheitliche Epoche. An ausgewählten Ereignissen werden die Umbrüche ebenso wie die kaum merkbaren Veränderungen sichtbar gemacht.
17. November, 19 Uhr
Im Rahmen der Märchentage in Kooperation mit dem Märchenland e.V.
„Das Zauberschächtelchen“
Franz Hohler erzählt Märchen für Erwachsene:
„Wenn ich mit meinen Märchen für Kinder auftrete, fällt mir auf, wie sich die begleitenden Erwachsenen amüsieren. Lehnen Sie sich zurück und öffnen Sie Ihr inneres Kinderzimmer!“
Franz Hohler gehört zu den bekanntesten Autoren und Geschichtenerzählern der Schweiz.
Eintritt: frei, Voranmeldung erforderlich
Anmeldung unter Tel. 28093603 (für Jugendliche und Erwachsene)
24. November, 20 Uhr
Im Rahmen der Rudolf-Arnheim-Professur:
Ein Vortrag von Prof. David Elliott (in englischer Sprache)
In Praise of Impurity: Universalism versus Geo-aesthetics in Contemporary Art
Starting with genetic theory, research and a consideration of pre-and early history, this talk examines different kinds of pictorial creativity and how influence is, and always has been, spread through art and different kinds of cultural interchange. Only relatively recently in our history has this "natural" state of affairs been disrupted by essentialist ideas of nationhood which have stressed the separateness and hierarchy of cultures as well as their lack of permeability. This, along with the socio-political theories and actions that are embedded in such convictions, has had disastrous historical effects and, in spite of recent theories of "globalization," has continued, in a debased form, to the present. Now, as before, it is the normal and desirable state of one culture to beg, steal and borrow from other cultures. This, and that fact that all culture – even one’s own - has to be acquired, means that an openness of mind and willingness to learn are the basic tools that are needed to appreciate and enjoy what is best in the contemporary cultures of the world.
David Elliott is a freelance curator and writer concerned primarily with modern and contemporary art based in London, Berlin and Istanbul. He is presently a Guest Professor in Art History at the Humboldt University, Berlin, and in Museum Studies at the Chinese University in Hong Kong. He is also the artistic director and curator of a number of travelling exhibitions of contemporary art.
10. Dezember, 19:30 Uhr
Tandem Berlin - Budapest (Oktober/November 2005 + 2008)
László Darvasi (Budapest) und Michael Speier (Berlin).
László Darvasi , geboren 1962 in Törökszentmiklos in der Nähe von Budapest, studierte László Darvasi an der Pädagogischen Akademie und unterrichtete bis 1989 an verschiedenen Grundschulen. Danach wandte er sich dem Journalismus zu: Lászlo Darvasi ist Mitarbeiter einer Szegeder Tageszeitung, ist Gründungsmitglied der Literaturzeitschrift Pompeji und Redakteur der Budapester Literaturzeitschrift Élet és Irodalom (Leben ist Literatur). Seine Sujets sind Fußballreportagen, TV-Kritik und Feuilletons.
Der Autor erhielt 1996 ein Stipendium des Künstlerhauses Schloß Wiepersdorf, 1997 das Literaturstipendium der Stadt Graz und war 2000/2001 Gast des Künstlerprogramms des DAAD Berlin.
Zu seinen Veröffentlichungen zählen u. a. der Roman "Die Legende von den Tränengauklern" (2001 Suhrkamp Verlag), "Die Hundejäger von Loyang" (2003 Suhrkamp), "Eine Frau besorgen. Kriegsgeschichten" (2002 Suhrkamp). Für das kommende Jahr ist das Buch "Wenn ein Mittelstürmer träumt. Meine Weltgeschichte des Fußballs", geplant.
Michael Speier, geb. 1950, lebt in Berlin als Autor, Übersetzer und Literaturwissenschaftler. Er ist in über 40 Anthologien vertreten und veröffentlichte acht Gedichtbände, zuletzt: ‚scherbenschnitte' (1999), ‚wüste pfade' (2004), ,welt/raum/reisen' (2007). Übertragungen zeitgenössischer Poesie aus dem Englischen, Französischen und Italienischen, Gründer und Herausgeber der Poesiezeitschrift ‚Park' und des ‚Paul-Celan-Jahrbuchs'. Seit 1997 Professor an der University of Cincinnati (USA), lehrte an verschiedenen Universitäten in USA und in Deutschland. Er hat an zahlreichen internationalen Poesiefestivals teilgenommen (Medellín, Rosario, Belgrad, Malmö). 2007 erhielt er den Literaturpreis der Deutschen Schillerstiftung Weimar.

