21. März 2006, 20:00 Uhr
Vom Territorium der Dichtung – Zum UNESCO-Welttag der Poesie


Mit Juri Andruchówytsch (Ukraine), Aleš Šteger (Slowenien), Matthew Sweeney (Irland), Paulo Teixeira (Portugal), Anja Utler (Deutschland), Rosanna Warren Ellen Maria Gorrissen Fellow (USA).  Es spricht Dr. Roland Bernecker, Generalsekretär der Deutschen UNESCO-Kommission 
Moderation: Knut Elstermann Journalist, Berlin

Gedichte wollen gehört werden. Ohne Klang und Rhythmus bleiben sie unvollkommen. Sie leben nicht allein auf dem Papier, in der Datei oder im Kopf des Lesers, sondern gleichermaßen in der Stimme des Autors, im Ohr des Hörers. Deshalb bekräftigt der Welttag der Poesie der UNESCO – im Jahr 2000 ins Leben gerufen – nicht allein den Stellenwert der Poesie und die Vielfalt des Kulturgutes Sprache, sondern ebenso die Bedeutung mündlicher Traditionen. Jährlich zum Welttag der Poesie versammelt die Literaturwerkstatt Berlin gemeinsam mit ihren Partnern Lyriker, die sich als Stipendiaten längere Zeit in Deutschland aufhalten. 2006 kommen sie aus sechs Ländern und lesen ihre kurzen Chroniken der Welt und der Zeit. Gelegenheit für eine Weltschau der Poesie.
 
Eintritt frei – um Anmeldung wird gebeten unter Tel. 030/22 63 30 30.

Eine Gemeinschaftsveranstaltung der Literaturwerkstatt Berlin und der Stiftung Brandenburger Tor mit der Akademie Schloss Solitude, der American Academy in Berlin, dem Berliner Künstlerprogramm des DAAD und der Deutschen UNESCO-Kommission e.V. unter Schirmherrschaft der Deutschen UNESCO-Kommission e.V.


5. April 2006, 19:30 Uhr
Im Rahmen der Ungarischen Märchenzeit (9. März - 2. Juli)
Märchen für Erwachsene


Die ungarischen Autoren Lajos Party-Nagy (geb. 1953), László Darvasi (geb. 1962), und Endre Kukorelly (geb. 1951) schreiben neben Romanen, Essays und Gedichten auch Märchen. Für dieses Torgespräch haben sie eine spezielle Auswahl ihrer Märchen für Erwachsene zusammengestellt. Durch den Abend führt Prof. Andás Masát.

Eintritt frei, Voranmeldung erforderlich unter Tel. 030/28 09 36 0.


Dienstag, 6. Juni, 20 Uhr
Vortrag im Rahmen der Arnheim Professur mit Anna Wessely
"Laszlo Moholy-Nagy und die neue linie"


In dem Vortrag geht es um Moholy-Nagys Berliner Periode zwischen seiner Tätigkeit am Bauhaus und seiner Emigration nach England. "die neue linie" war eine vom September 1929 ab herausgegebene Frauenzeitschrift, wofür Moholy-Nagy bis 1933 insgesamt 10 Titelblätter entwarf.

Anna Wessely, Kunsthistorikerin und Soziologin, Professorin für Soziologische Theorie an der Eötvös-Loránd-Universität in Budapest, Herausgeberin der interdisziplinären kritischen Zeitschrift BUKSZ (Budapest Review of Books).


12. Juni 2006, 20 Uhr
"Wenn ein Mittelstürmer träumt"
Meine Weltgeschichte des Fußballs
László Darvasi, Ungarn


Lászlo Darvasi, 1962 geboren lebt in Szeged und Budapest. Er war jahrelang Fußballreporter, eine Arbeit, der erheute nur gelegentlich aber noch immer mit großer Leidenschaft nachgeht. Seine Fußballgeschichten (zwischen sieben Zeilen und drei Seiten lang) erbringen einen doppelten Beweis: Darvasi liebt den Fußball und verfolgt ihn; er verfolgt die Weltgeschichte, aber er liebt sie nicht. Hervorstechender Zug der witzigen, verblüffenden, manchmal auch rätselhaften Texte ist der Humor. Besonders reizvoll ist die skrupellose Vermischung realer Personen und Ereignisse mit imaginären und fiktiven. So entsteht eine Sammlung kurzweiliger Fußballlegenden.

László Darvasi war 2005 Stipendiat der Stiftung „Brandenburger Tor“ im Programm Literarisches Tandem.

Das Buch erscheint im April 2006 bei Suhrkamp.


Dienstag, 11. Juli, 20 Uhr
Vortrag im Rahmen der Arnheim Professur mit Françoise
Forster-Hahn
"Die Erfindung der modernen Kunstgeschichte in Text und Bild"
Meier-Graefes "Entwicklungsgeschichte der modernen Kunst" (1904) und die Jahrhundertausstellung 1906 in Berlin"


Im Mittelpunkt des Vortrages steht die Interpretation von Julius Meier-Graefes "Entwicklungsgeschichte der Modernen Kunst" (1904) und Hugo von Tschudis "Ausstellung Deutscher Kunst“ aus der Zeit von 1775-1875 (Jahrhundertausstellung) in der Alten Nationalgalerie, Berlin, 1906. Der Vortrag wird darstellen, wie Text und Bild, Buch und Ausstellung, in ihrer komplementären Beziehung an diesem Schnittpunkt die Geschichte der modernen Kunst konstruieren, so wie sie zum Modell für das 20. Jahrhundert wurde.

Bisher unpublizierte Fotos von der Inneneinrichtung der Ausstellung (Design Peter Behrens) ermöglichen zum ersten Mal einen kritischen Vergleich von kunsthistorischem Diskurs und der Choreografie der Bilder. Besondere Aufmerksamkeit gilt Caspar David Friedrich, Adolph Menzel und Max Liebermann.

Francoise Forster-Hahn, Kunsthistorikerin, Professorin an der University of California, Riverside, Trägerin des Bundesverdienstkreuzes Erster Klasse.


Lesungen im Rahmen des 6. Internationalen Literaturfestivals
(http://www.literaturfestival.com)

Die Stiftung Brandenburger Tor ist Kooperationspartner des diesjährigen Festivals. Folgende Lesungen finden im Max Liebermann Haus statt:
 
Freitag, 8. September, 20:00 Uhr
Lesung mit Viktor Jerofejew (Russland)


Dienstag, 12. September, 20:00 Uhr
Lesung mit Abbas Beydoun (Libanon) und Michael Kleeberg



Im Rahmen des Programms "Internationale Kinder- und Jugendliteratur" werden folgende Lesungen angeboten:

Freitag, 08. September, 10 Uhr
Laura Gallego Garcia (Spanien) liest aus ihrem Fantasy-Roman für Jugendliche "Tal der Wölfe", Teil 1 der Trilogie.
Dana ist ein seltsames Mädchen, die anderen im Dorf beäugen sie argwöhnisch, Freunde hat sie nicht. Nur Kai. Der Junge ist eines Tages aufgetaucht und seitdem ihr einziger Vertrauter. Doch für ander ist er nicht sichtbar. Als ein Fremder kommt und den Eltern verspricht, sich um Danas Erziehung zu kümmern, geht sie mit ihm in den Turm im Tal der Wölfe. Dort erhält sie eine Ausbildung in der Kunst der Magie. 7./8. Klasse

Dienstag, 12. September, 10 Uhr
Vesna Aleksic (Serbien) liest aus ihrem Jugendroman "Marija Modiljani".

Der Roman erzählt eindringlich und authentisch vom Lebensalltag junger Serben nach dem Zerfall des ehemaligen Jugoslawien: Der Krieg in Jugoslawien und die Zeit 'danach' werden aus der Perspektive der achtjährigen Maria, ihrer Eltern, ihres viel älteren Bruders und seiner Freundin Maria – genannt Mody, da sie aussieht wie der italienische Maler Modigliani – geschildert, die ihr Land nicht verlassen können und all ihre Träume aufgeben müssen. 9.-11. Klasse


Montag, 2. Oktober, 19 Uhr
Buchvorstellung im Rahmen des ART FORUM Berlin Internationale Messe für Gegenwartskunst
Warum Berlin? - Warum jetzt? - Wohin gehen wir?
Ein Gespräch mit Norber Bisky, John Bock, Monica Bonvicini und Bernhard Martin

Präsentiert wird das Buch "Kunst Station Berlin - Atelierbesuche bei 19 der erfolgreichsten deutschen und internationalen Künstler in Berlin".

Berlin ist neben London und New York die Welthauptstadt der bildenden Kunst.

Der renommierte britische Kunstkritiker Mark Gisbourne und der über die Grenzen bekannte Berliner Fotograf Jim Rakete stellen in KUNST STATION BERLIN 19 international erfolgreiche, junge Shooting Stars der Kunst vor, die Berlin als Arbeits- und Lebensmittelpunkt gewählt haben. Das Buch, herausgegeben von Ulf Meyer zu Küingdorf, erscheint in Deutschland im Herbst im Knesebeck Verlag, bei Thames & Hudson in Groß Britannien und im Dezember bei Abrams in den USA und gewährt einen Einblick hinter die Kulissen der Kunst und ist ein geeigneter Anlass, einen Ausblick auf die Entwicklung Berlins zu wagen.

Künstler im Atelier in KUNST STATION BERLIN: Norbert Bisky, John Bock, Monica Bonvicini, Candice Breitz, Tacita Dean, Thomas Demand, Martin Eder, Tim Eitel, Mona Hatoum, Bernhard Martin, Jonathan Meese, Bjorn Melhus, Daniel Pflumm, Thomas Rentmeister, Cornelia Renz, Julian Rosefeldt, Yehudit Sasportas, Thomas Scheibitz, Michael Wesely.

Um Anmeldung wird gebeten unter 030/22633017


Donnerstag, 26. Oktober, 19:30 Uhr
Torgespräch im Rahmen des Projektes 'Literarisches Tandem Berlin - Bratislava'


Mit Michal Hvorecky und Tobias Hülswitt
Moderation: Dr. Hans–Joachim Neubauer

Weitere Informationen folgen.


10. November, 19:30 Uhr
"Das Gedicht beginnt…mit der letzten Zeile"

Eine Hommage an Oskar Pastior und seinen Geburtsort Hermannstadt – die Kulturhauptstadt Europas 2007
 
Lesung mit Herta Müller und Matthias Scherwenikas
 
Auftakt einer deutsch-rumänischen Lesereihe der Deutschen Gesellschaft e.V. im Kulturhauptstadtjahr 2007 und eine Veranstaltung in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft e. V.

Hermannstadt erhält im Jahr 2007 zusammen mit Luxemburg den Titel „Kulturhauptstadt Europas“. Im gleichen Jahr tritt Rumänien der Europäischen Union bei. Beide Ereignisse sind auch für die deutsche Kultur in Siebenbürgen von außerordentlicher Bedeutung.
Die Deutsche Gesellschaft e.V. und die Stiftung Brandenburger Tor möchten mit dieser Lesung auf die reiche Kultur Siebenbürgens und das Werk des verstorbenen Hermannstädter Dichters Oskar Pastior hinweisen, der ursprünglich die Leserehe zur Würdigung Hermannstadts eröffnen sollte. Seine Gedichte zählen zu den großen poetischen Grenzgängen in der deutschen Literatur der zweiten Jahrhunderthälfte.
Die Veranstaltung ist Auftakt einer Reihe von Lesungen in zehn deutschen Städten, in denen rumänien–deutsche Autoren ihr Werk vorstellen werden. Die Reihe versteht sich als Einladung, die Kulturhauptstadt 2007 zu entdecken.


Freitag, 24. November, 19:30 Uhr
Torgespräch im Rahmen des Projektes 'Literarisches Tandem Berlin-Ljubljana'


Mit Mojca Kumerdej und Kevin Vennemann
Moderation: Prof. Dr. Hans-Joachim Neubauer

Mojca Kumerdej wurde 1964 in Ljubljana geboren. Sie studierte Philosophie und Kultursoziologie. Heute ist sie in der Publizistik tätig und verfasst Kunstkritiken. Seit einem Jahrzehnt ist sie regelmäßige auswärtige Mitarbeiterin der slowenischen Tageszeitung "Delo".
Ihr erster Roman "Krst nad Triglavom", in dem sie die slowenischen Stereotype und die Mythologie ironisiert, erschien im Jahr 2001. Weiterhin erschienen sind Erzählungen und Kurzgeschichten, teilweise in mehrere Sprachen übersetzt.

Kevin Vennemann geboren 1977 in Dorsten hat nach der Schule in Köln, Innsbruck und New York als Totengräber, Fließbandarbeiter, Kellner, Aushilfslehrer für Deutsch und Englisch sowie als Hotelportier gearbeitet. Zurzeit lebt er in Berlin, wo er Neue deutsche Literatur, Neueste Geschichte und Judaistik studiert. Seine Erzählungen "Wolfskinderinge" erschienen 2002 (Tropen Verlag), sein erster Roman "Nahe Jedenew" wurde 2005 (Suhrkamp Verlag) veröffentlicht.





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