Montag, 17. Mai, 19:30 Uhr
"Bella auf dem Kopf: Rabbinisches Bilderdenken und Chagall"
Vortrag von Prof. Dr. Almut Bruckstein
Musikalisches Programm: Ensemble Pus Vite spielt zwei Werke nach Texten von Marc Chagall
Die jüdische Tradition ist – entgegen der landläufigen Vorstellung – nicht nur bilderkritisch, sondern in ihrem rabbinischen und mystischen Erzählsträngen von einem eminenten und faszinierenden Bilderdenken geprägt, welches in der europäischen Kunst- und Kulturgeschichte weitgehend verdeckt geblieben ist.
Chagalls Bilderwelt – kopfstehende Liebespaare, fliegende Tiere, fallende Engel – korrespondiert mit einer Welt jüdischer Sprachbildlichkeit, die in ihrer a-linearen und assoziativen Vorstellungskraft auf enge Weise den hermeneutischen Strukturen visueller Anschauung verpflichtet ist.
Prof. Dr. Almut Bruckstein lehrt seit 1994 jüdische Philosophie an der Hebräischen Universität in Jerusalem; sie ist Initiatorin von Ha’ Atelier – Werkstatt für Philosophie und Kunst. Z.Z. ist sie Rudolf Arnheim-Professorin an der Humboldt Universität.
Gegenwärtig arbeitet sie zum Verhältnis der jüdischen Tradition zur Frage des Bildes, zur Visualität und zur Bildenden Kunst.
Musikalisches Programm
"Archipel Chagall II"
Zirkus Lieder, nach Texten von Marc Chagall
für Sopran und zwei Gitarren
von Sidney Corbett
Ensemble Plus Vite
Eva Lebherz-Valentin, Gesang
Seth Josel, Gitarre
Daniel Kuhn, Gitarre
Künstlerischer Leiter: Sidney Corbett
Eintritt: 6,-/4,- ermäßigt
Freitag, 4, Juni, 19:30 Uhr
"Chagall - eine Kindheit" Ein Dichter mit den Flügeln eines Malers. Ein Treffen mit Marc Chagall
Szenische Lesung mit musikalischer Untermalung über die Kindheit und das Werk Marc Chagalls
BAMAH Jüdische Theaterbühne Berlin
Idee, Buch und Regie: Dan Lahav
Erica Eller - als Journalistin, Thorsten Schnier und Nico Schulz - Pantomime
Eintritt: 6,- /4,- ermäßigt
Montag, 7. Juni, 20:00 Uhr
"Chagall - Chassidisch"
Konzert anlässlich des Rudolf-Arnheim Kolloquiums
Konzert für Violine und Klavier
Marat Dickermann (Violine),
Monica Gutmann (Klavier)
spielen Werke von Josef Achron, Julius Engel, Joachim Stutschewsky und Ernst Bloch
Eintritt: 6,- /4,- ermäßigt
Freitag, 11. Juni, 19:30 Uhr
"Meine Bilder blähten sich in der Potsdamer Straße"
Marc Chagall und Deutschland - zur Geschichte einer Beziehung Vortrag Dr. Karoline Hille
Eintritt: 6,- /4,- ermäßigt
Sonntag, 20. Juni, 17:00 Uhr
"In der Kunst gibt es keinen Nationalismus. Russland lebt immer in meinem Herzen; aber ohne Frankreich wäre ich nicht Chagall"
"Er hat sich in den Kopf gesetzt, Maler zu werden ... er ist verrückt, nicht war?"
Wolfgang Unterzaucher liest aus "Mein Leben" von Marc Chagall, 1922
Im Rahmen des Berliner Bücherfestes
Eintritt: frei
Freitag, 25. Juni, 19:30 Uhr
"In der Kunst gibt es keinen Nationalismus. Russland lebt immer in meinem Herzen; aber ohne Frankreich wäre ich nicht Chagall"
"Kunst scheint mir vor allem ein Seelenzustand zu sein"
Wolfgang Unterzaucher liest aus "Mein Leben" von Marc Chagall, 1922
Eintritt: 4,- Euro
Freitag, 2. Juli, 19:30 Uhr
"Hungrig von Träumen und Liebespaar über der Stadt"
- Gedichte nach Bildern von Marc Chagall
Der Lyriker Ulrich Grasnik spricht u.a. über die Gedichte Marc Chagalls und seine Begegnung mit dem Maler.
Eintritt: 4,- Euro
Freitag, 9. Juli, 19:30 Uhr
"In der Kunst gibt es keinen Nationalismus. Russland lebt immer in meinem Herzen; aber ohne Frankreich wäre ich nicht Chagall"
"Das also war Russland?"
Wolfgang Unterzaucher liest aus "Mein Leben" von Marc Chagall, 1922
Eintritt: 4,- Euro
Freitag, 16. Juli, 19:30 Uhr
"... und immerfort durch die Jahrhunderte währt unser regloser Flug"
Poesie und Musik aus Weissrussland
Mit den Lyrikern Ales Rasanau und Zmicier Visniou und dem
Musiker Todar
Ales Rasanau
Wichtigster zeitgenössischer Lyriker Weißrußlands. Er wurde 1947 in dem Dorf Sjalez im Gebiet Brest geboren und veröffentlichte ab 1970 elf Bücher, von denen das erste einen programmatischen Titel trägt: "Wiedergeburt" (der weißrussischen Sprache nämlich). Auf deutsch liegen zwei Bücher von Ales Rasanau mit seinen Poemen, Versetten, Punktierungen und Betrachtungen vor: "Zeichen vertikaler Zeit" (1995) und "Tanz mit den Schlangen" (2002), beide im Agora Verlag und aus dem Weißrussischen übertragen von Elke Erb.
Zmicier Visniou
Journalist, Maler und Lyriker, geboren 1973 in Debrecen (Ungarn), lebt in Minsk. Bis 2001 Literaturberater beim belarussischen Schriftstellerverband und ist einer der Gründungsmitglieder der Künstlerverbindung "Bum-Bam-Lit".
Er setzt sich für eine Synthese bildender Kunst und schöngeistiger Literatur ein. Erschienen sind u.a. die Bücher "Meerjungfrauen vom Planeten Blok“ (1992), "Spaziergang in den Sternen" (1993), "Das gestreifte Tamtam" (1998) und "Tamburmoskito" (2002).
Todar
Instrumentalist und Sänger
Katharina Narbutovič
Lektorin und Publizistin
Moderation: Katharina Narbutovič
Eintritt: 6,- /4,- ermäßigt
Im Anschluss an die Veranstaltungen bleibt die Ausstellung noch
30 Minuten geöffnet.
Änderungen vorbehalten




