Mittwoch, 29. Februar 2012, 19.30 Uhr

Vortrag im Rahmen der Veranstaltungsreihe
Neuronen – Lernen – Handeln
Was bieten die Neurowissenschaften der Pädagogik?

Auf die Lehrer kommt es an!
Zur Bedeutung personaler Bezüge für gelingende Lernprozesse

mit Michael Felten

Der dritte Vortrag in der Reihe „Neuronen – Lernen – Handeln“ nähert sich der pädagogischen Verantwortung als Voraussetzung erfolgreichen Handelns von Lehrerinnen und Lehrern.
Die Bildungsdebatte kreiste zu lange um Strukturfragen und Leistungsstandards. Dabei sind Schulerfolg und Chancengerechtigkeit vor allem eine Frage der Unterrichtsqualität. Diese aber hängt ganz wesentlich von der Lehrperson ab – wie sie die eigene Rolle sieht, welch’ inneres Bild sie von kindlicher Entwicklung hat, welches pädagogische Verhältnis sie zu Schülern aufbaut. Angesichts veränderter Kindheiten wie neuerer Forschungsbefunde steht eine Neubewertung lenkender Lehrformen an. Mehr Führungsfreude, aber auch aktivere und differenzierte Ermutigung seitens der Lehrer – das eröffnet dem Schulwesen überraschend optimistische Perspektiven.

Michael Felten
Geboren 1951; seit 30 Jahren Gymnasiallehrer für Mathematik und Kunst in Köln, mit dem Schwerpunkt individuelle Förderung; seit 20 Jahren Publikation von Unterrichtsmaterialien, Elternratgebern und pädagogischen Essays (print & audio). Letzte Buchveröffentlichungen: „Auf die Lehrer kommt es an! Für eine Rückkehr der Pädagogik in die Schule" (2010); „Schluss mit dem Bildungsgerede! Eine Anstiftung zu pädagogischem Eigensinn“ (2012).




22. September 2011, 19:30 Uhr

Torgespräch im Rahmen der Veranstaltungsreihe
Neuronen – Lernen – Handeln
Was bieten die Neurowissenschaften der Pädagogik?

„Wie entsteht menschliche Intelligenz“

Ein Vortrag mit Prof. Elsbeth Stern

Alle Lebewesen sind in der Lage, sich durch Lernen an ihre Umwelt anzupassen. Aber nur der Mensch hat eine geistige Leistungsfähigkeit entwickelt, welche ihn in die Lage versetzt, seine Umwelt im großen Umfang zu verändern. Er kann langfristige Pläne erstellen und diese allein oder in Kooperation mit anderen realisieren. Dabei spielt die Fähigkeit zur Nutzung von Symbolsystemen eine entscheidende Rolle, und diese macht auch den Kern menschlicher Intelligenz aus. Auch wenn Menschen – in unterschiedlichem Ausmaß – die Anlagen für Intelligenz mitbringen, kann sich diese nur bei entsprechenden Umweltbedingungen entwickeln. Wie sollte diese aussehen? Und: Welchen Beitrag können die Schule zur Intelligenzentwicklung leisten?

Prof. Dr. Elsbeth Stern wurde 1957 in Marburg/Lahn geboren. Sie studierte Psychologie an den Universitäten Marburg und Hamburg. Nach ihrer Promotion 1986 wechselte sie an das Max-Planck-Institut für psychologische Forschung in München, wo sie zu den Themenbereichen Entwicklung von Intelligenz und mathematischen Kompetenzen arbeitete. Nach ihrer Habilitation 1994 ging sie als Professorin für pädagogische Psychologie nach Leipzig. 1997 übernahm sie am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin eine Arbeitsgruppe zum naturwissenschaftlichen Denken im Grundschulalter. Seit 2006 ist sie als Professorin für Lehr- und Lernforschung an der ETH Zürich für die Ausbildung von Gymnasiallehrern zuständig.


Mittwoch, 22 Juni 2011, 19:30 Uhr

Im Rahmen der Reihe

Neuronen – Lernen – Handeln
Was bieten die Neurowissenschaften der Pädagogik?

"Bildung und Gehirn – Wie Lernen gelingt"

Eröffnungsvortrag mit Prof. Dr. Gerhard Roth, Biologe und Hirnforscher

Seit 1976 lehrt Gerhard Roth als Professor für Verhaltensphysiologie an der Universität Bremen, seit 1989 in der Funktion eines Direktors des dortigen Instituts für Hirnforschung. 1997 wurde er zum Gründungsrektor des Hanse-Wissenschaftskollegs ernannt. Er ist Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und seit 2003 Präsident der Studienstiftung des deutschen Volkes.

Der nächste Vortrag der Reihe findet am Donnerstag, 22. September um 19.30 Uhr statt. Vortragende wird Prof. Dr. Elsbeth Stern, Max-Planck-Institut für Bildungsforschung stattfinden, die zu Themen der geistigen Entwicklung, des Lernens und der Intelligenz.


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Jugend übernimmt Verantwortung
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Die Veranstaltungen finden im Max Liebermann Haus statt.

Bitte melden Sie sich bei Interesse unter Angabe des Veranstaltungstitels und Datums an.
Tel.: 22 63 30 27 caroline.armand@
stiftungbrandenburgertor.de